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Aquaristik & Teich
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Naturaquarium

 
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DARF´s MAL ETWAS GRÖSSER SEIN...?!

 
Pünktlich zum 2 - jährigen Bestehen des "TROPICUS" haben wir uns für unsere Aquarienfreunde etwas Besonderes einfallen lassen - den Umbau des Großaquariums im Schaubereich des Marktes.

Thema: Großcichliden & Raubwelse aus Süd-& Mittelamerika.

Nach der Fertigstellung ist die Resonanz erfreulich, die Sauarbeit hat sich gelohnt - vorbeikommen und STAUNEN !

Steckbrief:

  • 4800-Liter-Rechteckbecken, Länge 4m x Tiefe 1m x Höhe 1,20m
  • 24mm VSG Sicherheitsglas, durchweg verwendet und wulstverklebt
  • Filterung über Hamburger-Matten-Filter / Eckvariante
  • 4 Stck. 40mm PVC - Luftheber, EWigenbau, Luftzuleitung 12mm
  • Anbindung an unseren Seitenkanal-Verdichter der Hauptanlage / 230.000 Liter Luft/h
  • Beleuchtung 4 x 70W HQI-Strahler, daylight, 4500 K, ca.10h/Tag
  • Keimabtötung durch 36W UVC-Lampe
  • Bodengrund Naturkies dunkel 2-4mm / 5-8mm
  • Deko echtes moorkien, selbst gezogen, Flußsteine
  • externer Nitrat-Filter
  • Wasserwerte pH 7,0 / KH 2-4 alle anderen Werte im Toleranzbereich
  • Pflege: 1 x wöchentlich 1000 Liter Wasser neu
  • Fütterung aller 2 Tage: Seelachsfilet, Stinte & Futterfische

 Fischbesatz:

  • 4 Arowana , osteoglossum bicirrhosum Wildfang
  • 4 Kammbuntbarsche , cichla monoculus WF
  • 2 Kammbuntbarsche , cichla sp. "Madeira" WF
  • 1 Rotflossen-Antennenwels phractocephalus hemiliopterus WF
  • 1 Raubwels callophysus macropterus WF
  • 1 Raubwels hemisorubim platyrhynchos WF
  • 1 Wabenschilderwels glyptoperichthys gibbiceps NZ

Erst, als alles Wasser heraus war, konnte man die Dimension des Beckens erkennen... aber auch die vielen kleinen "Dreckecken" kamen zum Vorschein. Es war an der Zeit, die Wanne einmal gründlich zu überholen.

Ein ehemaliger Überlaufschacht zeigt hier seine "Restkanten", das PVC Überlaufrohr würde bei dem Fischbesatz nicht lange stehen bleiben - alles muss raus! Außerdem entschließen wir uns, alle innen liegenden Silikonnähte der Bodenplatte NEU zu versiegeln, d.h. alte Nähte mühsam raus schneiden und mit der Hilfe eines Kompressors neues Aquariensilikon rein - ca. 40 Tuben a 310ml wurden so verheizt... eine reine Sicherheitsmaßnahme, wenn man sich überlegt, welcher Druck auf der Platte lastet! Danke Andre!!

 

Die Filterung: Ursprünglich wurde das Becken über einen Mehrkammer-Außenfilter, einigen Topffiltern und diversen Strömungspumpen betrieben - ein ziemlicher Aufwand, auch energietechnisch betrachtet!
Wie gut, das es den HMF gibt! Seit über 2 Jahren filtern wir unsere riesige Hälterungsanlage über Mattenfilter - sehr erfolgreich! Warum also nicht auch das Große Becken?
Gesagt-Getan: In die Ecken klebten wir Glasstreifen, dann erfolgt der Zuschnitt der großen Matten der Maße 1,10m x 0,50m, 5cm stark, mittlere Körnung. Die Luftheber konstruierten wir selbst - ganz einfach: 40mm PVC Rohre, ein Winkel sowie die Luftzuleitung für einen 12/16er Schlauch - fertig.

 

 

So sieht das Ganze dann aus.

Wichtig beim Anschluss der Luftleitung ist der Einbau von regelbaren Sperrhähnen, da die Luftzufuhr regulierbar sein muss. Die Abzweige führten zu unserem Herzstück der gesamten Anlage, einem Seiten-Kanal-Verdichter mit einer Leistung von ca. 230.000 Liter Luft/h. Die 40mm Luftheber haben eine Länge von 40cm!

Was macht man mit der Rückwand eines solchen Beckens...???
Das war wohl mit die am häufigsten gestellte Frage - nach verschiedenen Fehlplanungen... rief ich in meiner Not Fam. Miller von "back-to-nature" zu Hilfe - der Rückwandspezialist konnte helfen!
Pünktlich zur Interzoo wurde ein neues Rückwandsystem vorgestellt - in Länge und Höhe beliebig erweiterbar. Das war die Lösung!
Die Platten sind ca.10-20mm
 stark und in 3D-Optik gestaltet.
Da die Module nur seitliche Stöße
 zur Überdeckung besaßen, ...
...musste die Mittelfuge
optisch überbrückt werden.
Auch hier hatten wir einen simplen Einfall: transparentes Aquariensilikon, gemischt mit feinem Sand wurde aufgetragen, abschließend wurde mit schwarzer Abtönfarbe die Struktur angepasst.

Nach einer 6 tägigen Trocknungsphase konnte nun das erste Wasser eingelassen werden. Das Wasser stand 2 Tage, um eventuelle Rückstände zu lösen und auf Nummer sicher zu gehen.

Nachdem alles perfekt lief, wurde das Wasser wieder abgelassen und es begann die spannende Arbeit des Einrichtens.
Hier wurden runde Fluss-Steine gereinigt.
 
 

500 kg Bodengrund mussten vor dem Einbringen gewaschen werden.

 

Oft unterschätzt - vielfach bereut! Wer einfach anfängt einzurichten, wundert sich später über eine schlechte Gestaltung. Wir halten uns an den "Goldenen Schnitt" und die Gestaltungsvorschläge von Takashi Amano. Es muss nicht immer ein Naturaquarium sein, um seine Theorien anzuwenden...
Bei einem 5000-Liter-Becken gibt erst die Gesamtheit aller Faktoren den Ausschlag dafür, ob das Becken ein wirklicher "Kracher" wird.

Wichtiger Bestandteil der Gestaltung - die Wurzeln. Wir wollten das Biotop der Fische so nah wie möglich darstellen.
Es wurden immense "Moorkien-Brocken" gezogen, gereinigt und aufgebaut - solange, bis alles ein Bild ergab.
Hinter manchem moor-verschlammten Stamm steckt dann ein imposanter Blickfang.

Harte Arbeit - es müssen Massen an Deko bewegt werden...

Erste unklare Konturen zeichnen sich ab. Im rechten hinteren Teil
soll eine Wiese aus Riesenvallisnerien entstehen.
Großes Becken - Große Fische - Klar! Der künftige Besatz sollte die Herzen aller Großcichliden- und Raubwels-Fans höher schlagen lassen. Mit freundlicher Unterstützung und Beratung von Micha Böttner(www.raubwelse.de) hatten und haben wir glücklicherweise einen Profi an Bord, der mit vielen Tipps und Ratschlägen das Vorhaben begleitete.
Eine Augenweide und
richtiges "Haustier-feeling"...
Das Monster aller Welse -
ein einziger Muskel
im Netz gefangen...
 Schließt nicht nur Freundschaft
mit unseren HMF,
sondern genießt auch sein
"Whirlpool" am Luftheber...
Wir wollen noch mehr cichla!
Erste Großaufnahme -
weitere folgen.
Übrigens: Bakteriell eingefahren wird das Becken mit Unmengen von Kulturen amtra clean procult...

LUST AUF EIN SOLCHES GROSSBECKEN??
FRAGEN SIE UNS !!

 

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